TRAUMFÄNGER

Gehe aufrecht wie die Bäume. Lebe Dein Leben so stark wie die Berge. Sei sanft wie der Frühlingswind.
Bewahre die Wärme der Sonne im Herzen und der grosse Geist wird immer bei Dir sein.

-Navajo-Weisheit

KAMALLA'S TRAUMFÄNGER

Der Traumfänger entwickelte sich in der indianischen Kultur und diente dem Glauben nach dazu, den Schlafenden vor bösen Träumen zu beschützen. Aus dieser Grund wird der Traumfänger über's Bett aufgehängt, sodass dieser alle bösen Träume abfängt. Die guten Träume hingegen schlüpfen durch das Netz hindurch und verfliegen wieder ins Freie. Die Morgensonne neutralisiert alle bösen Träume, die im Netz des Traumfängers gefangen wurden. Darüber hinaus sind Traumfänger dekorative Accessoires, die sich aufgrund der grossen Auswahl an erhältlichen Formen, Farben, Motiven und Grössen in jedes Zuhause harmonisch einfügen.

GESCHICHTE UND BEDEUTUNG

Die Lakota erzählen dass einer ihrer Häuptlinge einst einen Berg hinauf kletterte und auf der Spitze dem Geist Iktomi in der Form einer Spinne entdeckte. Iktomi ist ein Gestalt in Form eine Spinne der zwischen Torheit und Weisheit schwankt. Während sich Iktomi und der Häuptling also unterhielten, biegte Iktomi einen Weidenzweig, schmückte ihn mit einer Feder und begann, ein Geflecht darin zu weben. Er erzählte, dass dieser Weidenreif den Kreislauf des menschlichen Lebens symbolisiert, und webte weiter, bis nur ein Loch in der Mitte des Kreises offen blieb.
Dann erzählte er davon, dass es viele Pfade gibt, denen ein Mensch im Laufe seines Lebens folgt und jeder sucht sich seinen Lebensweg selbst aus. In jede Lebensphase wird ein Mensch dabei von seinen Leidenschaften beherrscht. Sind sie gut, so führen sie ihn auf den rechten Weg, sind sie jedoch böse, so folgt der Mensch dem falschen Weg. Der Häuptling sollte das Netz benutzen, um seinen Volk zu helfen, die rechten Pfade zu gehen, ihre Ideen, Träume und Idealen zu verwirklichen. Gute Träume würden vom Geflecht gefangen werden und durch das Loch zum Menschen durchdringen, die bösen Träume würden wegfliegen und bei Sonnenaufgang verschwinden.


Symbolik der Traumfänger - Die Wirkung vom Material und Form


• Anfänglich wurden Traumfänger aus mit Salbei bedeckten Weidenzweigen gemacht, das Netz bestand dabei aus Hirschsehnen oder Pflanzenfasern. Heute benutzt man Holz oder Metall, das mit Lederstreifen umwickelt ist, sowie Kunstfasern für das Netz.
• Früher waren Traumfänger nicht vor langer Dauer. Mit der Zeit trockneten die Weidenzweige aus und brachen, was die Vergänglichkeit der Kinder- und Jugendzeit symbolisierte.
• Die runde Form der Traumfänger ist das Zeichen für die tägliche Reise der Sonne und des Mondes über den Himmel und den Kreislauf des Lebens. Die acht Stellen, an denen sich das Netz mit der Weide verbindet, stehen für die acht Beine der Spinne.
• Traditionell wird eine Feder in die Mitte der Traumfänger gebunden, die die Luft repräsentiert, ohne die wir nicht leben und atmen können. Wenn sich eine Feder am Traumfänger bewegt, heisst es, dass Träume durchgeflogen sind. Gute Träume werden dann an der Feder lang zum Träumenden runtergleiten.
• Früher wurden üblicherweise Eulenfedern, die das Weibliche und die Weisheit symbolisierten, und Adlerfedern, die für das Männliche und den Mut standen, verwendet. Heute werden glücklicherweise keine echte mehr verwendet , da es verboten ist Federn von vom Aussterben bedrohten Vogelarten zu besitzen, an ihrer Stelle werden manchmal Halbedelsteine oder Kunstfedern verwendet.
• Es können weniger traditionelle Accessoires in Traumfänger verbaut werden. Eine Glasperle repräsentiert die Spinne, die das Netz gewoben hat. Mehrere Glasperlen können dabei für die guten Träume stehen, die das Geflecht eingefangen hat. Um den Schutz und die Wirkung zu verstärken, werden auch Pfeilspitzen an die Traumfänger gehängt. Sie weisen dabei in die vier Richtungen, aus denen die Winde kommen.